Allgemeine Geschäftsbedingungen
Psychologische Online-Beratung für Einzelpersonen und Paare. Stand: 16. Oktober 2026
§ 1 Geltung
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Beratungsverträge von Linda Bolettini, M.Sc. (im Folgenden: die Beraterin), über psychologische Online-Beratung mit Verbraucherinnen und Verbrauchern.
Das Absenden des Kontaktformulars oder einer E-Mail ist nur eine Anfrage. Dadurch kommt noch kein Beratungsvertrag zustande. Die AGB werden Vertragsbestandteil, wenn beide Seiten den Beratungsvertrag in Textform schließen.
§ 2 Leistung und Abgrenzung zur Heilkunde
Die Beraterin erbringt psychologische Beratung als Einzel- oder Paarberatung. Die Leistung wird ausschließlich mit Fernkommunikationsmitteln erbracht, in der Regel per Videogespräch. Gegenstand ist das gemeinsam festgelegte Anliegen. Zum Einsatz kommen Gespräche und auf Wunsch weitere Methoden wie Übungen.
Die Beratung ist eine Dienstleistung nach § 611 BGB. Ein bestimmter Erfolg ist nicht geschuldet. Die Beraterin stellt keine Diagnose, behandelt keine Krankheit und erbringt keine Heilkunde im Sinne des Heilpraktikergesetzes und keine Psychotherapie im Sinne des Psychotherapeutengesetzes.
Die Beratung ist nicht geeignet bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung, bei akuter psychiatrischer Krise und überall dort, wo eine Behandlung vor Ort oder eine Psychotherapie erforderlich ist. In diesen Fällen ist der Notruf 112, der ärztliche Bereitschaftsdienst 116117 oder eine psychiatrische Klinik zuständig. Das Kontaktformular ist dafür nicht bestimmt.
Die Beraterin unterliegt ab der ersten Kontaktaufnahme der Schweigepflicht nach § 203 StGB, soweit das Gesetz sie erfasst.
§ 3 Vertragsschluss und Widerruf
Die Klientin oder der Klient kann ein Angebot auf Abschluss eines Beratungsvertrags abgeben, indem sie oder er das Kontaktformular nutzt oder eine E-Mail an info@psychologin-bolettini.de sendet. Die Beraterin kann dieses Angebot annehmen, indem sie einen Beratungsvertrag in Textform übersendet und beide Seiten ihn bestätigen. Erst dann ist der Vertrag geschlossen.
Die Beraterin darf eine Anfrage ohne Angabe von Gründen ablehnen, insbesondere wenn das Anliegen eine klinische Behandlung erfordert.
Verbraucherinnen und Verbrauchern steht das gesetzliche Widerrufsrecht zu. Die Widerrufsbelehrung und das Muster-Widerrufsformular werden vor Vertragsschluss in Textform mit den Vertragsunterlagen mitgeteilt.
Eine Sitzung während der Widerrufsfrist findet nur statt, wenn die Klientin oder der Klient ausdrücklich verlangt, dass die Beraterin vor Ablauf der Frist beginnt, und gleichzeitig bestätigt, dass sie oder er weiß: Das Widerrufsrecht erlischt, wenn die Sitzung vollständig erbracht ist (§ 356 Abs. 4 BGB).
§ 4 Honorar und Zahlung
Es gelten die auf der Website genannten Preise. Derzeit kostet eine Einzelberatung 89 Euro für 50 Minuten und eine Paarberatung 129 Euro für 75 Minuten. Termine nach 18 Uhr und am Wochenende werden mit einem Aufpreis von 20 Prozent berechnet. Das auf der Website genannte Honorar ist der von der Beraterin verlangte Endpreis. Eine Abrechnung über gesetzliche oder private Krankenkassen findet nicht statt.
Das Honorar ist mit Vertragsschluss fällig und muss spätestens 48 Stunden vor dem Termin auf dem Konto der Beraterin eingegangen sein. Gezahlt wird per Überweisung oder, nach Wahl der Klientin oder des Klienten, über PayPal. Die Beraterin erhebt keinen eigenen Aufschlag für PayPal. Es gelten die Bedingungen von PayPal für das dortige Konto.
§ 5 Termine und Ausfallhonorar
Ein Termin kann bis 48 Stunden vor Beginn kostenfrei abgesagt werden. Die Absage braucht Textform, also E-Mail oder Kontaktformular.
Bei späterer Absage oder bei Nichterscheinen kann die Beraterin das vereinbarte Honorar verlangen (§ 615 BGB). Ersparte Aufwendungen und anderweitige Verwendung der Zeit werden angerechnet. Der Klientin oder dem Klienten bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist (§ 309 Nr. 5 BGB).
Sagt die Beraterin aus einem Grund ab, den sie nicht zu vertreten hat, etwa wegen Krankheit, wird ein Ersatztermin angeboten. Weitergehende Ansprüche wegen dieses ausgefallenen Termins bestehen nicht. Gesetzliche Ansprüche, insbesondere bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bleiben unberührt.
§ 6 Kündigung
Der Beratungsvertrag kann jederzeit zum Ende einer Sitzung mündlich oder mit einer Frist von drei Werktagen in Textform gekündigt werden. Bereits erbrachte Sitzungen bleiben zu vergüten. Das gesetzliche Widerrufsrecht bleibt daneben bestehen, solange es nicht erloschen ist.
§ 7 Mitwirkung
Die Klientin oder der Klient bestätigt, geschäftsfähig zu sein und sich nicht in einer akuten psychiatrischen Krise zu befinden. Eine laufende Psychotherapie ist der Beraterin mitzuteilen.
Sitzungen finden an einem ungestörten Ort statt. Audio- oder Videoaufzeichnungen durch die Klientin, den Klienten oder Dritte sind untersagt. In der Paarberatung gilt das für beide Partner.
§ 8 Datenschutz
Personenbezogene Daten werden nach der Datenschutzerklärung verarbeitet. Soweit Gesprächsinhalte Gesundheitsdaten sind, holt die Beraterin die dafür nötige ausdrückliche Einwilligung gesondert im Beratungsvertrag ein. Diese AGB ersetzen diese Einwilligung nicht.
§ 9 Haftung
(1) Die Beraterin haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer Pflichtverletzung von ihr, einer gesetzlichen Vertreterin oder einem Erfüllungsgehilfen beruhen. Dasselbe gilt für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, sowie bei Arglist.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung vertraut werden darf, ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Zwingende gesetzliche Haftung, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz, bleibt unberührt.
Die Beratung ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Entscheidungen trifft die Klientin oder der Klient in eigener Verantwortung.
§ 10 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem die Verbraucherin oder der Verbraucher ihren oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt.
(2) Für Klagen von Verbraucherinnen und Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Ein ausschließlicher Gerichtsstand am Sitz der Beraterin wird gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht vereinbart.
(3) Die Beraterin ist weder verpflichtet noch bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).
(4) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung (§ 306 BGB).